Studienfahrt Berlin 2017 – Besuch im politischen Herzen Deutschlands

Nach einer 5-stündigen Zugfahrt kamen wir am Montagnachmittag in unserer Pension in Charlottenburg an. Doch es blieb wenig Zeit zum Ausruhen, da wir direkt zu unserem ersten Programmpunkt, einer Schifffahrt auf der Spree, aufbrachen. Diese eignete sich gut, um sich einen ersten Eindruck von Berlin zu verschaffen.
Der nächste Tag begann um 9:30 Uhr mit einer gut 3-stündigen sehr informativen Bustour durch Berlin. Nach einer kurzen Mittagspause stand das DDR Museum in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg auf dem Programm. Dies gestaltete sich jedoch recht zäh. Da wir anschließend allerdings Freizeit hatten, haben wir es trotzdem gut überstanden.
Am Mittwochvormittag bekamen wir eine Führung an der Gedenkstätte der Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Obwohl das Wetter an diesem Tag nicht mitspielte, empfanden wir die Führung als interessant und spannend. Nach kurzer Mittagspause besuchten wir das STASI-Untersuchungsgefängnis. Die beeindruckende Führung durch einen Zeitzeugen hat uns alle sehr nachdenklich gestimmt. An diesem Abend stand mit dem Besuch des Polit-Kabaretts „Die Distel“ ein weiteres Highlight auf dem Programm. Dieses war mit Bezug auf aktuelle politische Ereignisse sehr humorvoll und hintergründig gestaltet.
Am vorletzten Tag haben wir dank einer Einladung des Esslinger Bundestagsabgeordneten Markus Grübel den Deutschen Bundestag besucht. Er hat uns eindrucksvoll die Arbeit des Bundestages und den Alltag der Abgeordneten geschildert. Am Ende hatten wir noch die Gelegenheit die Reichstagskuppel zu besichtigen, von der aus man einen tollen Blick auf Berlin hat. Der letzte Programmpunkt an diesem Tag war eine Führung durch die Ausstellung „Topographie des Terrors“, die uns die Gräuel der Nazizeit eindrücklich aufzeigte.
Der letzte Tag führte uns zur Landesvertretung Baden-Württembergs im Berliner Tiergarten. Manche von uns ganz waren ganz überrascht, dass die Bundesländer eine eigene Interessenvertretung in Berlin unterhalten.
Als wir spät abends in Esslingen eintrafen, waren wir uns einig, eine spannende und unterhaltsame Reise in die deutsche Hauptstadt erlebt zu haben, die leider viel zu kurz war, aber vermutlich noch lange nachwirken wird.

Luis Kögler und Kevin Gross