Mit Mr Butcher auf den Spuren von K&K – Bericht von der Studienfahrt Wien 2019

Unsere Studienfahrt begann Sonntagfrüh am Esslinger Bahnhof. Herr Mezger und Frau Ketterer verteilten uns unsere Sitzplatzreservierungen und wir fuhren mit dem Zug bis Salzburg. Da wir nur 9 Minuten Zeit zum Umsteigen hatten, rannte die ganze Gruppe mit Herrn Mezger an der Spitze in Salzburg zu unserem nächsten Zug. Alle waren heilfroh, den Zug bekommen zu haben, jedoch war dieser voll und irgendetwas stimmte mit den Sitzplatzreservierungen nicht. Nachdem Herr Mezger in einem turbulenten Wortgefecht mit einem Fahrgast ausdiskutiert hatte, dass wir in einem früheren, also nicht unserem gebuchten Zug standen, beschlossen wir in der Kulturstadt Linz einen Stopp zu machen und eine Stunde später in unseren Zug Richtung Wien einzusteigen. Dieser war leider auch overbooked, aber Herr Mezger war unschuldig. Als wir abends in unser wunderbar zentralgelegenes Hostel eincheckten, verabredeten wir uns nochmals, sodass Herr Mezger uns einige Hotspots zeigen konnte. Nachdem wir uns beim Frühstücken für den Tag gestärkt hatten, begaben wir uns auf eine zweistündige Stadtführung durch die Gassen und Hinterhöfe Wiens. Dies war sehr interessant und wir erfuhren auch noch Dinge, die uns Herr Mezger am Abend davor noch nicht erzählt hatte. Danach gingen alle gemeinsam auf den Naschmarkt, um dort Mittag zu essen. Auch den Stadtpark und das Museumsquartier zeigte uns Herr Mezger, der uns in kurzer Zeit all sein Wissen über die wunderschöne Stadt Wien preisgab. Wir hatten anfangs Probleme mit Herrn Mezgers Lauftempo mitzukommen, schafften es aber irgendwie doch immer oder nahmen eine Bahn später.
Dank unserer asiatischen Zimmernachbarn hatten wir eine laute und kurze Nacht. Herr Mezger bot uns aber an, dass wir, falls die nächste Nacht nicht besser werden sollte, zu ihnen zu gehen und ,,Please be quiet or Mister Butcher will cut your hair´´ zu sagen. An diesem Tag besuchten wir das Schloss Belvedère, welches uns direkt in der ersten Sekunde verzauberte. Anschließend fuhren wir mit einem Bus über den riesigen Zentralfriedhof. Highlight des Tages war das Tretbootfahren auf der alten Donau, bei dem die Schüler äußerst neidisch auf das Motorboot von Frau Ketterer und Herrn Mezger waren. Da die Donau leider doch etwas kalt war, traute sich nur unser mutiger Lehrer Herr Mezger ein paar Bahnen zu schwimmen.
Auch ohne „Mr Butchers“ Hilfe hatten wir eine ruhige Nacht und es ging vormittags direkt zum Schloss Schönbrunn, indem einst Sissi lebte. Leider gab es einige Komplikationen mit unserer bereits gebuchten Führung, deshalb hatten wir etwas Zeit, das Schlossgelände selbst zu erkunden und später nochmals für die Schlossführung zu kommen, was wir natürlich gemacht haben. Weiter ging es mit einer äußerst spannenden Führung in der berühmten Wiener Oper. Wir fanden es alle sehr interessant, einmal hinter die Kulissen schauen zu können. Am Abend gingen wir gemeinsam zur Donauinsel. Herrn Mezgers auf dem Wasser schwimmende Hüpfburg stellte sich zwar als Hüpfquadrat heraus, trotzdem hatten wir viel Spaß und genossen den Sonnenuntergang bei einem leckeren Restaurantbesuch mit Blick auf die Donau.
An unserem letzten Tag fuhren wir durch das Weinviertel Grinsing auf den Kahlenberg zu einer Aussichtsplattform mit unvergesslichem Blick auf Wien. Auch die Kirche schauten wir uns an und sahen kurz durch eine Plexiglasscheibe bei einem Gottesdienst zu. Nachmittags konnten wir in dem unvorstellbar großen Donau-Center auf Shoppingtour gehen. Schnell wurde uns bewusst, warum es das größte Einkaufszentrum Österreichs ist. Den Tag ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen im Prater ausklingen. Bei zwei turbulenten Runden Boxauto und einer entspannten Runde auf dem Riesenrad verdauten wir das vorzügliche Abendessen. Wir Schüler durften nun in Kleingruppen alleine den Prater erkunden. Die einen zog es in eine Geisterbahn, andere suchten sich ihren Adrenalinkick auf einer der vielen Achterbahnen.
Am Freitag hieß es dann Zimmer aufräumen und Koffer packen. In dem ganzen Trubel der Abreise vergaß Frau Ketterer ihren Rucksack im Hostel, erreichte aber mithilfe eines olympiareifen Sprints dennoch unseren Zug. In diesem wurden wir schnell als ,,die, die im falschen Zug saßen´´ wiedererkannt. Die Zugfahrt war sehr lustig und wir haben dank zwei Songeinlagen unserer Jungs viel gelacht und andere Fahrgäste unterhalten können. Auch Frau Ketterer bewies ihr Können und brachte uns allen ein hebräisches Lied bei. Wir waren wirklich eine tolle Gruppe und Herr Mezger sowie Frau Ketterer haben sich super um uns gekümmert, waren immer Ansprechpartner für uns und haben uns wirklich eine erlebnisreiche und wunderschöne Woche ermöglicht. Im Namen aller Schülerinnen und Schüler der Studienfahrt Wien bedanke ich mich bei Frau Ketterer und Herr Mezger für eine unvergessliche Woche!

(Aline Heindel K1)