Sur le pont d’Avignon… - Studienfahrt Südfrankreich

Zum Abschluss der Kursstufe 1 durften wir vier Tage lang Südfrankreich erleben.
Untergebracht waren wir in Avignon, wo wir vor der berühmten Brücke "Pont d'Avignon" gepicknickt, den Papstpalast besichtigt, viel Eis, Crêpes, Baguette(s).. gegessen und das lebendige, besonders bunte Straßenbild eines Kulturfestivals, das während unseres Aufenthalts stattfand, bestaunt haben.
Kulturell haben wir viel über die Geschichte der Region erfahren, beispielsweise am Pont du Gard, einem Äquadukt aus dem ersten Jahrhundert. Das Bauwerk, das die alten Römer verwendeten, um die Stadt Nîmes täglich mit rund 20.000 Litern Wasser zu versorgen, durften wir von oben beim Hinüberlaufen und von unten bei einer 8 km langen Kajakfahrt betrachten.
Ein weiterer Tagesausflug ging in die Camargue nach Arles – der Stadt, in die Van Gogh 1880 aus Paris auf der Suche nach heiteren Farben und warmem Klima „floh". Als wir im Garten „Jardin de l'hôpital" standen, den er 1889 malte, oder an der Rhône (Nuit étoilée sur le Rhône) wurde uns einleuchtend klar, weshalb dem Impressionisten die Stadt Arles geeignet schien. Nicht allein seinetwegen ist die Stadt heute stark touristisch geprägt, auch die vielen Bauwerke der Antike tragen dazu bei, dass zahlreiche Touristen jährlich unter anderem das Amphitheater und das Römische Theater besuchen.
Knapp 50 Kilometer südlich entfernt, bei den Salinen von Aigues-Mortes, einer Entsalzungsanlage sahen wir nicht nur den Prozess der Salzgewinnung in rosa Wasser, sondern auch farblich passende Flamingos. Das Halobacterium salinarum sorgt für die rosa Färbung im salzigen Wasser und gelangt über die Nahrungskette zu den Flamingos. Die Salzvorräte aller Mitreisenden sind nach diesem Ausflug voraussichtlich für die nächsten Jahre gedeckt.
Im Vorhinein hatten wir zu zweit ein Thema bekommen, worüber wir kurze Referate hielten, sodass wir uns gegenseitig die Problematik des Tourismus in Frankreich, den Einfluss der Kunst auf die Stadt Arles, die Stadtgründung Avignons... erklären konnten.
Am letzten Tag fuhren wir mit dem Zug nach Marseille und wanderten einige Stunden im Nationalpark „Calanques". Der Weg bergauf in strahlender Sonne hat sich spätestens beim Anblick auf das helltürkisfarbene Wasser gelohnt.
Unser Dank geht an Herrn Hebauer und Herrn Welz für die schöne Reise. Vielen Dank auch an die Busfahrer, die uns immer sehr freundlich empfingen und uns sicher zu all den schönen Orten gebracht haben. Merci beaucoup !

(Constanza Vera-Fluixá, K1)