Natur pur - Studienreise Kroatien

Die Busfahrt dauerte insgesamt fast 12 Stunden, aber während der Fahrt konnte man in Ruhe schlafen, reden oder Musik hören. Die Zeit insgesamt im Bus ging so relativ schnell rum, obwohl wir durch Deutschland, Österreich und Slowenien mussten. Endlich in Kroatien angekommen, überprüften wir sogleich die Qualität des Abendessens, welche sich als köstlich rausstellte. Daraufhin erhielten wir die Schlüssel zu unseren Zimmern, in denen wir dann erst mal ankommen konnten.
Den Abend haben wir dann nur noch in kleinen Gruppen verbracht. Manche erkundeten die Umgebung, andere den Strand. Aber alle waren froh, als man ins Bett kam.
Der Tag darauf startete schon sehr früh mit dem Frühstück. Danach machten wir uns dann auf den Weg in den Plitvička Jezera National Park. Die Fahrt dauerte zirka drei Stunden, aber die lange Hinfahrt hat sich gelohnt, denn dort wartete ein unglaubliches Naturspektakel auf uns. Nicht nur viel Grün wartete auf uns, nein auch ganz viel Blau. Das komplette Gebiet war von Bäumen, Sträuchern und Blumen umgeben, durchzogen von unfassbar blauen Seen und Wasserfällen. Nachdem wir zu Beginn ein Gruppenbild machten, ging es weiter auf schmalen Pfaden. Der komplette Kurs ging gemeinsam den vorgegebenen Weg A, der über einen See führte und durch viele Sträucher. Man konnte Fische im Wasser schwimmen sehen und Vögel, die spielend im Wind segelten. Zudem konnte man auch wunderschöne beruhigende Klänge hören, wie das Rascheln der Blätter, wenn der Wind durch sie streicht, oder das Singen der Vögel. Man konnte das Wasser fließen hören und das Wasser, welches als Wasserfall auf den Steinen aufschlug. Große Menschenmassen genossen diese Pause vom Alltag genauso wir. Nach Weg A konnten wir noch mit Weg B oder C weitermachen, welche jeweils unterschiedlich lang waren. Wer Weg B beschritt, konnte sich auf eine Bootsfahrt über einen der Seen freuen. Wer Weg C ging, konnte sowohl zwei Seen sehen, als auch eine Bootsfahrt machen und zusätzlich noch eine Busfahrt. Aber egal welchen Weg man ging, die Aussicht war atemberaubend und einmalig. Als wir uns dann wieder auf den Rückweg machten, waren wir alle erschöpft und mussten das Gesehene erst mal verarbeiten.
Im Hotel wieder angekommen konnten wir uns dann erstmal auf ein gutes Abendessen freuen, welches wir uns nach diesem langen Ausflug wirklich verdient hatten. Anschließend durften wir in Kleingruppen wieder den Abend so gestalten, wie wir es wollten. Am nächsten Morgen wartete die Velebit Wanderung und ein unfassbar sympathischer Reiseführer auf uns. Während der gesamten Busfahrt erzählte er uns etwas über das Gebiet, welches wir durchquerten. Zudem erzählte er uns auch noch etwas über die Geschichte Kroatiens. Er übersetzte uns sogar die kroatische Hymne auf Deutsch und sang sie anschließend auf Deutsch für uns vor.
Im Velebit angekommen mussten wir erstmal feststellen, wie kalt es in der Höhe wird. Zudem wehte auch noch die Bora, ein kalter Fallwind. Dennoch machten wir uns auf den Weg zum Gipfel.
Wir bestiegen den Berg auf kleinen Wanderwegen. Um uns herum nichts als Bäume, Sträucher, Blumen und Steine. Wenn man sich umgesehen hat, konnte man Vögel sehen, welche gekonnt den Ästen auswichen. Und man konnte die pure Natur riechen, das nasse Holz, die frischen Blumen und um einen herum der Wind, welcher den Ort noch magischer machte. Unser Reiseführer erzählte uns auch, dass gemunkelt wir, dass sich in diesem Wald Elfen aufhalten und sicher 200 Wölfe und 500 Bären darin leben. Wir haben leider weder eine hübsche Elfe gesehen noch einen majestätischen Wolf.
Je höher wir kamen, desto beschwerlicher wurde der Weg. Es wurde steiler und steiniger, zudem fingen auch die Füße an sich zu beschweren. Unser Leiter hingegen war durchgehend topfit und erzählte alles Mögliche. Als wir nach zwei Stunden im Wald endlich den Gipfel erreichten, waren wir erstmal von der überragenden Aussicht überwältigt. Man konnte Inseln erkennen und das wunderschöne Meer. Man konnte Vögel beobachten, welche vereinzelt gegen den starken Wind ankämpften, und Schmetterlinge, die sich von diesem elegant tragen ließen.
Wir verweilten erst mal auf dem Berg und machten Picknick, bis wir uns dann auf den Rückweg begaben. Dieser war beschwerlicher als der Weg nach oben, da er teilweise sehr steil war aber auch sehr steinig und einige dieser Steine sich lösten, wenn man auf sie trat. Insgesamt war aber auch der Weg zurück zum Bus unglaublich.
Unser Reiseleiter erzählte uns auch auf dem Rückweg die verschiedensten Sachen über Kroatien.
Im Hotel angekommen, genossen wir noch ein sagenhaftes Abendessen und wieder einen entspannten Abend in Gruppen. Dennoch fielen wir alle am Ende des Tages erschöpft ins Bett.
Der nächste Tag startete wieder mit dem uns bekannten Bus, welcher aber auf sich warten ließ.
Dieser brachte uns dann über eine Brücke nach Krk, eine wunderschöne Insel Kroatiens.
Der Reiseführer war wieder an Bord und fleißig am Erzählen. Zusätzlich sang er uns nochmal von Herzen die kroatische Hymne auf Deutsch.
Auf Krk angekommen, führte uns unser Führer gekonnt durch die Straßen, auf Promenaden durch die Stadt Krk, von der wir durch den Reiseleiter viel erfahren durften. Natürlich blieb aber auch das Shoppen und Eisessen nicht aus, da wir auch Freizeit hatten. In dieser konnten wir Krk nochmal ganz allein erkunden und es konnte uns selbst von seinen Geheimnissen und seiner Geschichte erzählen.
Wieder als Gruppe fuhren wir in den Norden und gingen auf ein Boot, welches uns auf eine mystische Klosterinsel führte. Dort konnten wir in das Haus Gottes hineinschauen und es in vollen Zügen spüren. Unser Reiseführer erzählte uns auch dort etwas über den Glauben und die Geschichte.
Anschließend schlenderten wir durch den atemberaubenden Garten, in welchem der Kreuzweg und somit das Leiden Jesus dargestellt ist, und genossen die wunderschöne Natur und Kultur. Nach diesem Abenteuer ging es zurück nach Krk, wo wir durch die engste Gasse der Welt bummelten (durch die wir aber alle durchpassten). Anschließend durften wir auch wieder auf eigene Faust rumlaufen oder in einem bekannten Restaurant Schinken und Käse kosten. Nach diesem Erlebnis fuhren wir erschöpft mit dem Bus zurück.
Unser Reiseführer erzählte uns wieder, was das Zeug hält, und sang sich die Seele aus dem Leib. Abends verabschiedeten wir dann den besten Reiseführer auf dieser Welt und aßen wieder genüsslich zu Abend. Der restliche Abend war uns wieder zur freien Verfügung gestellt und jeder machte, was ihm gefiel.
Am nächsten Morgen ging es dann ins meeresbiologische Institut. Dort erwartete uns ein Meeresbiologe, der erst über das adriatische Meer und seine Arten sprach und uns anschließend ins Schnorcheln einwies. Nachdem wir dann die Ausrüstung erhalten hatten, durften wir auch gleich gemeinsam mit einem Guide schwimmen. Unter Wasser konnten wir die unterschiedlichsten Fischarten, Seeigel, Seegurken, Algen und Schwämme entdecken. Einige dieser Tiere durften wir auch berühren, was ein unglaubliches und atemberaubendes Erlebnis war. Jeder konnte in seiner Geschwindigkeit das Meer erleben und entdecken, wie artenreich es doch ist. Wir müssen es unbedingt schützen, denn es ist sowohl für die Lebewesen im Meer wichtig aber auch für die an Land. Deswegen sollten wir auch endlich anfangen, uns umweltfreundlicher zu verhalten und endlich Ehrfurcht vor dem Leben zu zeigen.
Nach unserem Abenteuer unter Meer durften wir noch verschiedene Tiere wie Krebse unter dem Mikroskop betrachten, diverse Versuche machen und einiges zu den Tieren unter Wasser lesen.
Wir unterhielten uns auch noch mit einem der Mitarbeiter und danach ging es auch schon wieder heim. Dadurch hatten wir dann aber auch Zeit, uns mal ans Meer zu legen und die Sonne auf unserer Haut zu spüren.
Am Freitag, dem letzten Tag unserer unglaublichen Studienreise, blieben wir in unserem Ort, also in Crikvenica. Wir hatten den kompletten Tag Zeit um zu Shoppen, Souvenirs zu kaufen und uns zu entspannen. So hatten wir endlich mal die Gelegenheit, die eigene Stadt kennenzulernen und zu erkunden. Auch Crikvenica stellte sich als ein schöner Ort heraus, denn man bestimmt noch besser hätte kennenlernen können. So war auch der Freitag ein wirklich schöner Tag. Abends traten wir dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge wieder die Heimreise an. Da wir alle sehr erschöpft waren und es sich um eine Nachfahrt handelte, fiel uns allen das Schlafen nicht schwer und wir schliefen fast die ganze Fahrt durch.
Letztendlich kann man nur sagen, dass Kroatien ein wunderschönes Land ist und ein Besuch sich unfassbar lohnt. Wir hoffen auch sehr, dass Kroatien als Studienreise noch lange existieren wird und viele so wie wir Kroatien erleben können.
Danke für eine unglaubliche Reise und ein großes Dankeschön an die Lehrerinnen Frau Schuler und Frau Schön, die uns begleitet und alles geplant haben.

(Carolin Ferrara, K1)