Das Heinrich-Heine-Gymnasium bietet in der Kursstufe regelmäßig Seminarkurse an.

Ziele eines Seminarkurses

Seminarkurse sollen die Teilnehmenden auf ein Hochschulstudium vorbereiten und ihnen dafür notwendige Arbeitstechniken vermitteln – daher auch der Name „Seminarkurs“. Die vermittelten Arbeitstechniken reichen von Literaturrecherche, Arbeiten mit Datenbanken über Erstellen einer Literaturliste, Zitiertechnik bis hin zur Erstellung einer schriftlichen Hausarbeit. Dazu nehmen die Schülerinnen und Schüler an einer Einweisung in der Stadtbücherei und ggfs. der Württembergischen Landesbibliothek teil. Vorträge und Projekte runden das Angebot ab. Außerdem bietet der Seminarkurs die Möglichkeit, sich intensiver und fächerübergreifend mit einem Thema auseinanderzusetzen.

Leistungsnachweise und Bewertung

Im Rahmen des Seminarkurses müssen die Teilnehmenden verschiedene Leistungen erbringen, zum Beispiel Kurzpräsentationen zu einem Thema, Exzerpte oder Abstracts erstellen, Zitierübungen erledigen, Literaturlisten erstellen und eine formal korrekte schriftliche Facharbeit verfassen.
Die Endnote ergibt sich aus den mündlichen und schriftlichen Leistungen während der Seminarfachsitzungen (50%) und der Seminarfacharbeit (25%) und dem Kolloquium (Präsentation und Prüfungsgespräch 25%). Der Seminarkurs kann für das Abitur angerechnet werden und kann bei entsprechender Fächerwahl die Präsentationsprüfung in einem 5. Abiturfach ersetzen. Die Seminarkursnote steht in jedem Fall im Abiturzeugnis, auch wenn sie nicht angerechnet wird.

Seminarkurs 2019/2020 - Judentum, Israel und der Nahostkonflikt

Dieses Jahr widmet sich der Seminarkurs den Themen Judentum, Israel und Nahostkonflikt und bietet damit also ein breites Themenfeld, das unter den unterschiedlichsten Aspekten beleuchtet werden kann, z.B. religionsgeschichtlichen, politikwissenschaftlichen, historischen, geografischen. Geleitet wird dieser Seminarkurs von Frau Ley-Kunert und Frau Ketterer.

Neben dem selbstständigen Arbeiten am eigenen Thema ist die Einführung in die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens und die Einübung der Methoden, die zum Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit benötigt werden, von zentraler Bedeutung. Es geht vor allem um folgende Methoden: Recherchieren, Zitieren, Referieren, das Angeben von Quellen sowie die formale Gestaltung einer wissenschaftlichen Arbeit. Eine zentrale Bedeutung hat die Literaturrecherche, das Auffinden von geeigneter Literatur und das Bewerten von dieser.
In diesem Zusammenhang besuchten wir die nahegelegene Stadtbibliothek im Kubino und die Württembergische Landesbibliothek in Stuttgart.
In einer zweiten Phase arbeiten die Schülerinnen und Schüler an ihrem eigenen Thema. Dabei finden regelmäßige Beratungsgespräche mit den Lehrerinnen statt, die eine Art Supervisionsfunktion im Arbeitsprozess haben.
Von den Schülerinnen und Schülern in diesem Schuljahr gewählte Themen sind unter anderem „Faszination Dschihadismus- die Frage nach dem Warum“, „Die jüdische Bildung und ihr Einfluss auf die Kultur und Wissenschaft“, „Israel – eine blühende Wüste?“, „Die Folgen des Sechstagekriegs für Israel“.

(Claudia Ketterer und Susanne Ley-Kunert)

Seminarkurse der vergangenen Jahre

  • 2018/19: Politisierung des Sports früher und heute
  • 2017/18: Glück
  • 2016/17: Das Gehirn: das coolste Organ von allen
  • 2015/16: Zukunft 4.0. – Leben mit künstlicher Intelligenz
  • 2014/15: Was darf der Mensch? – Aktuelle Fragen der Bioethik
  • 2013/14: Ernährung
  • 2012/13: Mythos China – Land zwischen Tradition und Moderne



Seminarkurs 2017/18 „Glück“
Für den Ingenieurberuf begeistern – Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA)